Neues Grün auf dem Heinrich Weber Platz

Udo Engelhardt freut sich über die neuen Blumenkästen

28. Juni 2021

Mit der Schließung des Eiscafes "Gemma" ist der Heinrich Weber Platz wieder etwas kahler und unwirtlicher geworden. Das sehen nicht nur viele Passanten so, die täglich den Platz passieren müssen. Auch die neuen Kunden von Lidl und der Bäckerei Schoch treffen am Ausgang auf eine große graue Fläche von Betonplatten. Noch stärker erleben das die Gäste und Kunden der Tafel, die aufgrund der Warteschlange bei der Tafel oft lange Zeit auf dem Platz verweilen müssen.

In einem ersten Schritt hat die Tafel nun mehrere große Blumenkästen aufgestellt und mit Hortensien, Lavendel und Ziergras bepflanzt. Die Tafel wird auch die Pflege der Pflanzen und Kästen übernehmen. Und In der nächsten Zeit soll noch mehr Grün folgen. Die Mitarbeiter*innen der Tafel hoffen nun darauf, das die Pflanzen gut gedeihen und das sich Kunden und Passanten an dem neuen Grün erfreuen und schätzen werden.

Ein erster Schritt zur Normalität

"Herzliche Einladung" sagen: von links, Dalal Haggag, Evgeniya Gette, Gabi Harder, Silvia Betz, Fatma Belfatmi und Elena Sager

22.06.2021

Nach der langen Schließung aller gastronomischen Angebote, die auch unser Tafelrestaurant getroffen hat, haben wir den ersten Schritt zur gewünschten Normalität gemacht. Seit dem 16. Juni haben wir den Mittagstisch wieder im Außenbereich öffnen können. Dazu haben wir das Zelt auf dem Heinrich-Weber-Platz, dass wir seit vielen Monaten als Ladenerweiterung genutzt haben, nun für die Außengastronomie eingerichtet. Endlich können wir unsere Gäste, die wir seit 7 Monaten nur mit Essen zum Mitnehmen unterstützen konnten, auch wieder zu Tisch bitten. Für alle Beteiligte ist das eine lang ersehnter Schritt zum Miteinander, zur Begegnung und zur Gastfreundschaft. Sieben Monate sind uns unsere Gäste weitgehend treu geblieben, waren täglich ab 12 Uhr an der Tafel, haben sich das Essen abgeholt und ein paar nette Worte mit unseren Helfern und anderen Abholern gewechselt. Danach folgte das Essen, in der Regel alleine zu Hause. Zu Beginn des Lock-Downs im November hätten wir nie gedacht, dass die Schließung so lange dauern würde und noch weniger, dass unsere Gäste so viele Monate lang das Essen zum Mitnehmen nutzen würden. Umso größer ist nun die Freude zur Wiedereröffnung des Mittagstisches. Richtig froh und glücklich ist insbesondere unser Küchenteam über den Neustart. Endlich kann man die lieben Gäste wieder richtig einladen und verwöhnen, mit gutem Essen und vielen warmen Worten. In der ganzen Zeit der Schließung des Mittagstisches kamen ständig die Fragen der Gäste, wann sie denn wieder am Tisch in der Tafel essen können. Jetzt ist es soweit und wir hoffen darauf auch bald wieder ins Tafelrestaurant einladen zu können, nach dem Motto "Alles wirkliche Leben ist Begegnung" (Martin Buber).

 

Am 13. Mai haben wir die Singener Südstadttafel, unsere "Tafel im Zelt" eröffnen können. Mit der Südstadttafel wollen wir die Tafel am Heinrich Weber Platz entlasten, die in Corona Zeiten einfach zu klein ist und bei der die Wartezeiten für die Kunden immer länger werden. Die Südstadttafel ist eine vollwertige Tafel, mit allen Angeboten, die es ansonsten auch in den anderen Tafeln gibt.

Ab dem 13. Mai haben wir mit der "Tafel im Zelt" eine zweite Ausgabestelle in Singen.

Diese neue Ausgabestelle in der Südstadt ist im Zusammenhang mit der Corona-Krise entstanden. Dafür gab es mehrere Gründe. Aber erst durch das "Corona-Soforthilfe" Programm der Aktion Mensch konnten wir das angehen. Weitere Gründe waren die Überlastung der Tafel am Heinrich Weber Platz, bei der die Warteschlangen immer länger wurden. Dazu kam, dass wir feststellen mussten, dass die Zahl der Kunden aus der Südstadt zu Corona Zeiten deutlich abgenommen hat.

 

1.000 Euro für den Kauf von Lebensmitteln

Die Corona-Pandemie stellt die Tafel in Singen vor große Herausforderungen. So musste die Ausgabe möglichst kontaktarm gestaltet werden. Zudem ging das Volumen der gespendeten Lebensmittel deutlich zurück – nicht aber der Bedarf. Deshalb setzt die Tafel ausnahmsweise auch Geldspenden ein, um dringend benötigte Lebensmittel zu kaufen, wie jetzt die 1.000-Euro-Spende der Thüga Energie.

Um zu verhindern, dass die Warteschlangen beim Einkauf in der Tafel immer länger werden, haben wir ab dem 10. April neue Regeln zum Einkauf in der Tafel festgelegt: Ab sofort können unsere Kunden nur noch an zwei Tagen in der Woche einkaufen, anstatt wie vorher an vier Tagen. Damit soll die Kundenzahl pro Tag verringert werden. Die eine Hälfte kann jetzt am Montag und am Donnerstag einkaufen, die andere immer am Dienstag und am Freitag. Die jeweiligen Einkaufstage sind auf den Kundenkarten vermerkt worden.

Wir hoffen darauf, dass wir diese und auch andere Beschränkungen möglichst bald wieder aufheben können!

Das Angebot zum Mittagstisch, den sich unsere Gäste täglich ab 12 Uhr abholen können, ist von dieser Regelung nicht betroffen.

Corona hat die Tafel Singen fest im Griff

Im Frühjahr 2019 hatten wir über dem Eingang zur Tafel Singen ein großes Banner aufgehängt. Darauf stand der Satz von Martin Buber "Alles wirkliche Leben ist Begegnung" in sechs Sprachen.