Wochenblatt   Oliver Fiedler

Wie arm macht der Klimawandel?

Vom 17. bis 21. Oktober findet im ganzen Land eine Aktionswoche statt unter dem Titel "Armut bedroht alle". In Singen wird der Auftakt dazu bereits am Samstag, 15. Oktober, von 11 bis 15 Uhr mit einem "Markt der Möglichkeiten" auf dem Heinrich-Weber-Platz genommen, bei dem viele Organisationen aus der Stadt und Region mit zu Gast sind, um über die Netzwerke zu informieren, die gerade in einer der am stärksten von Armut, vor allem von Kinderarmut betroffen sind.

Höhepunkt dieses Markts soll eine Podiumsdiskussion sein, die der Frage auf die Spur geht, inwieweit der aktuelle Klimawandel dafür sorgen wird, dass noch mehr Menschen unter die Armutsgrenze abrutschen und deshalb zum einen Lebensperspektiven verlieren und auf Unterstützung angewiesen sind, so Udo Engelhardt von der Tafel und Regina Brütsch vom AWO-Kreisverband, der angesichts der aktuellen Entwicklungen zusammen mit Regina Brütsch von der AWO einen »Runden Tisch Armut« hier in der Stadt für dringlich geboten sieht.

Wochenblatt   Oliver Fiedler

Erntedank wie ein Probelauf für Vesperkirche

»Erntedank« stand drauf auf dem Plakat, gefühlt war es am letzten Samstag wie ein kleiner Probelauf für eine Vesperkirche in der Markuskirche. Wegen des angekündigt schlechten Wetters war die Veranstaltung in das aktuell nur noch durch eine rumäische Bethel-Gemeinde genutzte Gotteshaus verlegt worden. Für das Mittagsmahl waren doch immerhin über 200 Besucher gekommen.

"Wir mussten hier recht schnell für zusätzliche Bänke und Tische sorgen«, freuten sich Udo Engelhardt (hier als Vertreter der Intiative »Stark im Süden«) und Pfarrer Dietmar Heydenreich zum Abschluss Veranstaltung. Kinder aus dem Familienzentrum St. Nikolaus aren hier ebenso beteiligt, an der Orgel wurde hier sogar zum »Tanz« aufgespielt, dazu gab es auch viele Impulse und Gesangsbeiträge aus den Südstadtgemeinden.

Wochenblatt   Oliver Fiedler

Spende des Aachbad-Kiosk an die Tafel

Wer kenn sie nicht, die Spendenboxen an den Leergutautomaten, mit denen man das eigene Flaschenpfand für die Tafel spenden kann, die sich damit einen doch erklecklichen Teil ihres Finanzbedarfs erwirtschaften können. Daraus hat nun die Pächterin des Aachbad-Kiosk in Singen, Ursula Kornmaier, noch eine ganz andere Aktion gemacht.

 

 

 

Wochenblatt Oliver Fiedler

Jetzt hilft eine Lotsin bei der Orientierung mit

Die Singener Tafel ist einer der Orte, wo nicht nur viele Hilfsbedürftige zusammen kommen, sondern auch eine ganze Menge an Fragen aufschlagen, die über die Versorgung mit Lebensmitteln herausgehen. Weil doch auch angesichts der aktuellen Fragen da auch immer mehr Menschen mit Informationsbedarf aufschlagen, hat sich die Singener Tafel an einem Pilotprojekt des Bundesverbands der Tafeln, es wird auch vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert, angeschlossen. Seit einigen Tagen ist nun bei der Tafel in Singen jeweils Montag, Dienstag und Donnerstag eine »Lotsin« auf dem Heinrich-Weber-Platz, die bei vielen Fragen weiterhelfen kann, wie Udo Engehardt als Vorsitzender der Tafeln im Landkreis im Gespräch mit dem Wochenblatt informierte.

Als "Lotsin« konnte dafür Jana Rauppach gewonnen werden, die auch beim Landratsamt schon einige Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten sammeln konnte, die nun aber natürlich als Ansprechpartnerin für alle Menschen, die die Tafel besuchen, zur Verfügung steht.

Südkurier 16.08.2022 Jaqueline Weiß

Die Anfänge der Singener Tafel waren nicht einfach. Udo Engelhardt, bis heute Vorsitzender des Vereins, berichtet in unserer Serie „Gedächtnis der Region“, wie es zur Gründung kam. Heute gibt es fünf Tafeln im Kreis.

Wer sieht, was die Tafel heute ist, kann kaum glauben, wie alles zwischen 1997 und 1999 in Singen begonnen hat. Aus einer Einrichtung in Singen sind fünf im ganzen Landkreis geworden. Über ein großes Lager in Worblingen werden mittlerweile Waren für 25 weitere Tafeln verteilt.