Das "Theater aus dem Schatten" bringt nach Armut nun Einsamkeit auf die Bühne

Wochenblatt      12.05.    Tobias Lange

Mit einem Theaterstück zum Thema Armut sorgten sie im vergangenen Jahr für ein volles Haus. Nun wird die Laienschauspielgruppe, die sich den Namen "Theater aus dem Schatten" gegeben hat, erneut auf der Bühne der Singener Gems stehen. Ein Preisgeld aus einem Ideenwettbewerb der Landes Baden-Württemberg macht es möglich. Und natürlich die Bereitschaft der Beteiligten, dabei zu bleiben. Die Schauspielgruppe, die sich aus einem gemeinsamen Projekt von Tafel, Gems und Färbe entwickelte, habe sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, nach dem bislang ersten und letzten Theaterstück weiterzumachen, erläuterte Udo Engelhardt, Vorsitzender der Tafeln im Kreis Konstanz. "Wir haben gute Erfahrungen in dem Netzwerk gemacht." Als die Gruppe dann auf den Ideenwettbewerb Einsamkeit des Landesministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration stieß, war klar, wie es weitergeht. "Die Schauspieler waren sofort Feuer und Flamme", meinte Engelhardt. Und so bewarb sich die Tafel. Mit Erfolg: 30.000 Euro gibt das Land für das Theaterprojekt mit Aufführungen in 2026 und 2027.

Um Einsamkeit im Alter wird es bei der Aufführung gehen. Wie bereits beim ersten Mal werden eigene Erfahrungen und Ideen der Schauspieler in das Skript einfließen. Das entsteht wieder zusammen mit Schauspielerin Dina Roos, die die Projektleitung übernommen hat. Sehr zur Freude der Laienschauspieler. "Die Dina hat es drauf, uns zu einer Gruppe zusammenzubringen", betonte Sabine Bieber, die von Anfang an mit dabei ist.

"Theater aus dem Schatten": Die Laienschauspieler Christoph Zels (von links) und Raimund Siirak, Tafel-Vorsitzender Udo Engelhardt, Laienschauspielerin Sabine Bieber, Färbetheater-Leiterin Cornelia Hentschel, Martina Kaiser von der Caritas, Gems-Leiterin Kami Manns und Projektleiterin Dina Roos.

Foto: Tobias Lange

Singener Kooperationsprojekt gewinnt landesweiten Ideenwettbewerb gegen Einsamkeit im Alter

Südkurier  I  12.05.2026.   I   Ivana Berger

Es war ein feierlicher Moment im Stuttgarter Sozialministerium: Ende April überreichte Minister Manfred Lucha (Bündnis 90/Die Grünen) den Preis des landesweiten Ideenwettbewerbs „Einsamkeit“ an die Tafel im Landkreis Konstanz. Sie ist Trägerin eines Gemeinschaftsprojekts. Dahinter steht eine Kooperation der Tafel, des Theaters Die Färbe, des Kulturzentrums Gems und der Caritas Singen-Hegau. Die Idee, die sie vorgestellt haben, ist ebenso einfach wie berührend: Menschen, die Einsamkeit kennen und erleben, bringen das Thema auf die Bühne. Den Namen „Theater aus dem Schatten“ haben sich die Beteiligten gemeinsam gegeben. Udo Engelhardt, Vorsitzender der Tafel Singen, erklärt. was dahintersteckt: Es geht darum, Themen aus dem Schatten zu holen, die im Alltag oft unterdrückt und verborgen bleiben. Einsamkeit ist eines davon.

 

 

Vesperkirche ermöglicht auch kostenlosen Haarschnitt

Südkurier  I  Bericht und Foto Elisabeth Stauder  I  31.01.2026

Wie kann man im Zusammenhang mit der Vesperkirche noch Gutes tun? Das war vor zwei Jahren Gesprächsthema zwischen Eric Stadelhofer, Vulkanbäckerei Singen, und Marilena Mangili, Hairdesign by Marilena in Böhringen. Den beiden war bewusst, dass für etliche Menschen in unserer Gesellschaft ein Besuch beim Frisör Luxus ist und sie sich einen Frisörbesuch nicht leisten, weil das Geld für Essen und Wohnen gebraucht wird. Es entstand die Idee, zur Vesperkirche in einem Raum der Singener Tafel am Heinrich-Weber-Platz, natürlich unter Beachtung aller Hygiene-Vorschriften, Bedürftigen einige der Friseur-Dienstleistungen anzubieten.
„Optimal wäre es direkt in der Lutherkirche gewesen, aber dort fehlte der Raum“, erläuterte Udo Engelhardt von der Singener Tafel. Marilena Mangili setzte die Idee bereits im vergangenen Jahr um und stellte fest, die Nachfrage war groß. Mit dem Salon Ingrid ebenfalls aus Böhringen und dem Salon Önder aus Singen konnte sie zwei weitere Partner gewinnen. „Wir geben somit von dem Guten, das wir haben, etwas ab“, meinte Marilena Mangili. .....................

Den gesamten Artikel von Elisabeth Stauder können sie unter dem folgenden Link lesen:
https://www.suedkurier.de/kreis-konstanz/zur-vesperkirche-in-singen-bekommen-an-die-50-menschen-einen-kostenlosen-haarschnitt-02-02-26-113277246

Wenn der Bürgermeister aus einem Buch liest, hören alle Kinder gespannt zu

In der Mensa der Hebelschule haben sich rund 30 Kinder versammelt. Dann kommt er, pünktlich auf die Minute. Der neue Bürgermeister von Singen, Marcus Röwer, ist im Rahmen des Projekts „LeseLust“ zum Vorlesen gekommen. Nach einer kurzen Vorstellrunde nimmt sich Röwer das Buch, das ihm die Inhaberin der Buchhandlung Lesefutter, Wiltrud Hensler, ausgesucht hatte. Es heißt „Rotzhase & Schnarchnase“ von Julian Gough und Jim Field. Obwohl er das Kinderbuch nicht kennt, liest er routiniert. „Das mache ich jeden Abend“, sagt Röwer, der Vater von drei Kindern im Alter von einem, drei und vier Jahren ist. Dann tauchen die Kinder ein in die Geschichte von einem Hasen und einem Bären, die zu Freunden werden. Ein Junge wundert sich, dass Hasen ihre Kötel essen, doch dafür hat Röwer auch eine Erklärung. Ein Mädchen erzählt, sie habe das Buch auf Rumänisch gelesen. Im Anschluss an die Lesung haben die Kinder aber noch viele Fragen. Was macht ein Bürgermeister überhaupt, und warum heißt es „Bürgermeister“?

Deng esamten Artikel von Susanne Gehrmann-Röhm konnen sie online unter folgendem Link lesen, viel Spaß dabei!

https://www.suedkurier.de/kreis-konstanz/singens-buergermeister-marcus-roewer-liest-bei-projekt-kindern-vor-113224432

Das Zusammenkommen ist das Wichtigste

 

Die Lokalredaktion kocht für die Tafel: Das wurde gekocht und so kam es an

Wer für den Mittagstisch der Singener Tafel kocht, der tut Gutes und wird selbst beschenkt. So erging es den vier SÜDKURIER-Köchen, die zum 20. Geburtstag der Aktion „Kochen für die Tafel“ wieder einmal den Kochlöffel schwangen. Denn das Tafel-Restaurant am Heinrich-Weber-Platz in Singen ist ein Ort des Miteinanders und der Begegnung. Vor 20 Jahren hatte Redakteurin Gudrun Trautmann von der Singener Lokalredaktion die Aktion ins Leben gerufen und jetzt griff sie, gemeinsam mit den Redaktionsmitgliedern Jacqueline Weiß, die ebenfalls bei der ersten Ausgabe 2005 dabei war, Graziella Verchio und Redaktionsleiter Matthias Güntert erneut zum Kochlöffel.Dass das „Kochen für die Tafel“ ein Dauerbrenner werden würde, konnte damals noch niemand ahnen. Das Ziel war, dass vom 1. bis 24. Dezember 2005, jeden Tag eine andere Gruppe für den Tafelmittagstisch kocht. Vertreter von vielen Unternehmen, Einrichtungen, Vereinen, Verbänden und Serviceclubs haben seither für die Tafel den Kochlöffel geschwungen und immer wieder war auch Prominenz dabei: Der Oberbürgermeister macht jedes Jahr mit, Landtagsabgeordnete kochen und sogar ein Kochweltmeister stand einmal in der Tafelküche.
„Wir haben derzeit etwa zwei bis dreimal im Monat Gastköche beim Mittagstisch“, erklärt Tafelvorsitzender Udo Engelhardt. Insgesamt seien es etwa 35 Gastkochteams pro Jahr. Den Mittagstisch gibt es seit 25 Jahren, er versorgte in dieser Zeit rund 250.000 finanziell schwächer gestellte Menschen mit einer warmen Mahlzeit für derzeit 2,50 Euro. Der Mittagstisch sei ein Zuschussgeschäft und werde von allen Tafeln im Kreis mitgetragen, informiert Engelhardt. Deshalb seien die Spenden der Gastkochteams willkommen.

Den gesamten Bericht vom Südkurier konnen Sie unter dem folgenden Link finden:
https://www.suedkurier.de/kreis-konstanz/suedkurier-lokalredaktion-kocht-jubilaeumsmenue-fuer-mittagstisch-der-singener-tafel-18-12-25-113017447

 

Beim Theaterprojekt der Tafel stehen ausgegrenzte und armutserfahrene Menschen auf der Bühne

Südkurier  I   Hubertus Bippus  I  03.12.2025

Der Zuschauerandrang war enorm, als die Theatergruppe Spielzeit ihr Theaterstück "Deine Welt. Meine Welt. Unsere Welt" aufführte. Die Darsteller hatten das Stück in einem Projekt der Tafel Singen in Zusammenarbeit mit der Färbe und der Gems selbst entwickelt.
Unterstützt durch Fördermittel des Landesministeriums für Soziales brachten von Armut betroffene, behinderte oder von der Gesellschaft ausgegrenzte Menschen in verschiedenen Szenen ihre Lebensrealität auf die Bühne. Sie traten damit aus dem Schatten heraus und wurden mit ihren Anliegen und ihren Problemen sichtbar. Nicht zuletzt wurden die vielfältigen Hilfsangebote in der Stadt für wirtschaftlich schwache Menschen präsentiert, die sich über jede Unterstützung freuen.
Dass trotz schwieriger persönlicher Umstände die Lebensfreude und der Humor nicht verloren gehen dürfen, machten die Laienschauspieler schon in einer der ersten Szenen der Aufführung deutlich. Den Unterschied, ob man als Kassen- oder als Privatpatient beim Hausarzt vorspricht, kennt wohl jeder. Wenn auch die Ungleichbehandlung, die die Arzthelferin bei der Bedienung der Patienten an den Tag legte, etwas überspitzt dargestellt wurde, so wussten sich die beiden jenischen Kassenpatientinnen doch gekonnt zu wehren.

Das Ensemble
Auf der Bühne des Singener Kulturzentrums Gems standen Karin Becker, Sabine Bieber, Isabella Eisenhart, Anett Gollent, Inge Hany, Martina Kaiser, Daniela Isa, Ramona Isa, Sebastian Kunz, Ruediger Lèbeus, Elvira Senocak und Raimund Siirak. Für die Inszenierung zeichnete Dina Roos verantwortlich, unterstützt wurde sie von Cornelia Hentschel.

Den gesamten Artikel können Sie unter dem folgenden Link lesen:    https://www.suedkurier.de/kreis-konstanz/theaterprojekt-der-tafel-in-singen-gruppe-spielzeit-zeigt-deine-welt-meine-welt-unsere-welt-112917781

 

Ein Ort der Begegnung: Tafel ist seit 20 Jahren am Heinrich-Weber-Platz

Seit nunmehr 20 Jahren ist der Heinrich-Weber-Platz mit der Einrichtung der Singener Tafel eine Anlaufstelle für Menschen mit einem kleinen Geldbeutel. Dies wurde nun mit einem Tag der offenen Tür mit allen Beteiligten und Gästen gefeiert, bei dem die Historie des Vereins vorgestellt wurde.
Nachdem der im Januar 1999 gegründete Verein Singener Tafel e.V. zunächst in den Gemeindesälen der drei Innenstadtkirchen zum Mittagstisch geladen hatte, musste mit dem Abriss des Saales der Lutherkirche die Suche nach einer Alternative aufgenommen werden. Da zudem der Tafelladen in der Ekkehardstraße mit der steigenden Kundenzahl an seine Kapazitätsgrenze kam, wuchs der Wunsch, Laden und Mittagstisch künftig an einem Standort zu betreiben.
Dass die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten nicht einfach war, daran erinnerte der Vorsitzende der Tafeln im Landkreis Konstanz, Udo Engelhardt, in seiner Begrüßung zum 20-jährigen Jubiläum der Singener Tafel am Heinrich-Weber-Platz. Mal waren die Mietforderungen zu hoch, mal waren die Gebäude nicht dazu geeignet, um die Idee, einen Ort der Begegnung zwischen Menschen mit eher schmalem Geldbeutel und solchen, denen es wirtschaftlich besser ging, zu verwirklichen.
Schließlich kam das Angebot der Awo, deren Restaurant Awocado anzumieten. Obwohl die Räumlichkeiten zur Realisierung beider Aufgaben, Tafel und Mittagstisch, zunächst auch zu begrenzt erschienen, überwogen doch die positiven Aspekte, und der Entschluss, das Angebot anzunehmen, wurde in den vergangenen 20 Jahren nie bereut, so Engelhardt.
Glückwünsche zum Jubiläum von Seiten der Stadtverwaltung überbrachte Marcus Röwer. Er freute sich besonders, seine erste Rede in seiner seit dem 1. September neuen Funktion als Sozialbürgermeister der Stadt bei der Tafel halten zu dürfen. „Für dieses Projekt der Zivilgesellschaft ist die Stadt zu großem Dank verpflichtet“, so Röwer.

"Pizza trifft Politik" war ein voller Erfolg

Wochenblatt  10. Februar  I   Presseinfo

Im Tafelrestaurant kam beim Seniorentreff vom Café International am 8. Februar nicht nur die kostenlose Pizza gut an. Auch die Gespräche an den Tischen, mit den Beratungsdiensten der Caritas über die kommende Bundestagswahl und die Postkartenaktion mit der Fachstelle für Demokratiebildung vom Bildungswerk der Erzdiözese Freiburg war gut nachgefragt.

Mittels einer alten Reiseschreibmaschine haben Elena Schwarz und Nadine Burggraf vom Bildungswerk für die BesucherInnen Postkarten mit Botschaften an den/die zukünftige/n BundeskanzlerIn geschrieben, die anschließend direkt an das Bundeskanzleramt geschickt werden. An diesem Samstag war schnell kein Stuhl mehr frei, 30 große Pizzen und jede Menge Kuchen wurden verzehrt, viele Fragen zur Bundestagswahl konnten geklärt werden und es wurden etwa 20 Postkarten geschrieben. Die gut 60 Gäste sind an diesem Tag mit vollem Bauch und vielen guten Gedanken zufrieden nachhause gegangen.

"Wunderbare Zeit der Gemeinsamkeit"

Wochenblatt     28.01.2025     I     Bernhard Grunewald

Finale der achten Vesperkirche

Mit einem würdigen, segensreichen und aufmunternden ökumenischen Abschlussgottesdienst in der vollbesetzten Lutherkirche, dem sich ein wiederum gemeinsames Mittagsmahl anschloss, endete am Sonntagmittag, 26. Januar, nach zwei intensiven Wochen der Gastlichkeit, der Gemeinschaft und des Geborgenseins die achte Vesperkirche. Diese seit 2016 bestehende und weiterentwickelte Tradition, bei der jeder Gast ein warmes Mittagessen, Kuchen und ein warmes oder kaltes Getränk gegen einen selbstbestimmten Obolus bekommen kann, wird federführend vom Arbeitskreis Christlicher Kirchen (ACK) im Zusammenwirken mit der Singener Tafel, vielen Singener Unternehmen, der Stadt Singen mit den technischen Diensten sowie unverzichtbaren irdischen Heerscharen an ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern veranstaltet. Bemerkenswert und bedeutsam war für alle Verantwortlichen 2025 die nochmalige Steigerung der Besucherzahlen: „Soviel neues Publikum wie noch nie, mit einer zunehmenden Zahl an Stammgästen“, meinte Vesperkirchen-Urgestein Ulrich Kaiser. Einer Schätzung Udo Engelhardts zufolge, Leiter der Tafel in Singen und der Tafeln im Landkreis Konstanz, „ist die Zahl der Gäste mit wenig Geld in diesem Jahr auf etwa 50 Prozent gestiegen“. In seiner Bilanz ist ein Grundsatz des Helfens - „Einem Anderen geben, was er braucht: Ein Stück Brot, ein Lächeln, ein offenes Ohr“ - in der Vesperkirche 2025 „sehr intensiv gelebt worden. Alle Gäste wurden angenommen, wie sie sind, alle wurden gleich begrüßt, jeder war gleich viel wert“.

Den ganzen Bericht können sie über den folgenden Link vom Wochenblatt lesen:

https://www.tafel-singen.de/contao?do=news&rt=12b8e2ca52d4b727df612f41.tzYH-daW6rZGhlQrYe0-7XiiPLkFPkgppY3U460l5B4.5kVLm-_kkIY_6DFnUJ1TuRHGV_RkaBtv08S9qtx9nEfcBF6_uuXc5gvDIw&ref=w_1L46LH&table=tl_news&act=edit&id=132&s2e=1